Was tun bei einem Wildunfall?

Wichtige Tipps und Infos zum Verhalten bei Wildunfällen ersehen Sie auf den folgenden Seiten.
In vielen Bundesländern besteht eine Meldepflicht, Ausnahmen sind aktuell Berlin, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und NRW.

Erstellt am 08.04.2019

Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst - steigendes Risiko von Wildunfällen

Alle zweieinhalb Minuten passiert ein Wildunfall. Nasses Wetter, Nebel, Zeitumstellung und Erntezeit erhöhen das Risiko in den kommenden Wochen. Besondere Aufmerksamkeit ist in den Morgen- und Abendstunden geboten. Da die Wildtiere keine Zeitumstellung kennen und sich am Tageslicht orientieren, ist plötzlich der Berufsverkehr in der Morgen- und Abenddämmerung Falle für Mensch und Tier. Eine weitere Gefahrenquelle bildet das nasse Laub und Schmutz auf den Straßen. Es wird empfohlen, sich mit angepasster Geschwindigkeit, vor allem an den Feld-Wald-Kanten und im Wald mit seinem Fahrzeug zu bewegen.

Wann und wo droht die größte Gefahr?

  • Entlang unübersichtlicher Feld- und Waldränder
  • Auf neuen Straßen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege/Wechsel beibehält
  • in der Morgen-/Abenddämmerung und bei Nacht und Nebel

Wenn Wild am Straßenrand auftaucht 

  • Kontrolliert abbremsen, abblenden und hupen.
  • Falls eine Kollision unvermeidbar ist, sollte der Autofahrer nicht riskant ausweichen, sondern Lenkrad gut festhalten und bremsen.
  • Ein Tier kommt selten allein. Der Autofahrer sollte mit Nachzüglern rechnen.

Was ist nach einem Wildunfall zu tun?

  • Unfallstelle sofort absichern, Warnblinker einschalten und Warndreieck aufstellen.
  • Sollten Personen zu Schaden gekommen sein ist Erste Hilfe zu leisten und der Notarzt zu rufen.
  • Das tote Tier kann mit Handschuhen an die Seite gezogen werden, um die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu senken.
  • Lebt das Wild noch, sollten sich die Menschen nicht nähern, da ein Verletzungsrisiko besteht und das Tier in Todesangst versetzt wird.
  • Im Interesse des Tierschutzes: Polizei anrufen (auch wenn das Tier geflüchtet ist). Diese kontaktiert den Jäger, der das verletzte Tier suchen und erlösen kann.
  • Die Polizei oder der Jäger stellt vor Ort eine Wildunfallbescheinigung aus, die als Nachweis bei der Versicherung dient. Eine Teilkasko übernimmt sämtliche Schäden, die durch Haarwild verursacht werden. Wenn durch Flugwild an der Windschutzscheibe Schäden entstehen, übernimmt die Teilkasko auch diese Schäden. Bei Kollisionen mit Kühen und Pferden zahlt die Versicherung nicht.
Erstellt am 23.11.2015
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