Erste Hilfe Hund - ein wichtiger Bestandteil an Wissen für das Wohlergehen unserer Jagdhunde

Wie wichtig ein Helfer bei der Erstversorgung eines verletzten Hundes ist, zeigte Tierärztin Dr. med. vet. Hellen Bammel, beim Erste-Hilfe-Kurs für Jagdhunde anschaulich an ihrem Kleinen Münsterländer Horix, an Otto, Horix’ Stofftierhund und an Georg, Ihrem Mann. Alle Drei haben das sehr gut gemacht.
Fazit: Ein Erste-Hilfe-Set für Hund und Mensch sollte immer mitgeführt werden.

Erstellt am 07.08.2020

Wer kennt sie nicht, Situationen wie diese nach der Jagd? Von Sauen geschlagene Hunde, von Stöcken aufgespießte Hunde nach der Stöberjagd und solche, die vor Hitze kollabieren – im jagdlichen Alltag keine Seltenheit, sondern – zumindest zur Drückjagdsaison oder bei erschwerten Nachsuchen – an der Tagesordnung. Leider ist die tierärztliche Versorgung vor Ort auf Drückjagden immer noch keine Selbstverständlichkeit. „Unsere Hunde bringen Höchstleistung auf der Jagd. Für uns. Eine solide Grundversorgung im Erste-Hilfe-Fall ist das Mindeste, was wir für sie tun sollten,“ sagt Hellen Bammel eindringlich. „Es entscheiden manchmal Minuten.“ Jeder verantwortungsbewusste Jäger (natürlich auch jede verantwortungsbewusste Jägerin) ist verpflichtet, einem verletzten Hund im Notfall Erste-Hilfe zu leisten.

Der Kurs wurde auf mehrfache Anfragen hin initiiert. Und kaum ausgeschrieben, war er auch schon ausgebucht. Aufgrund der großen Nachfrage wird (mindestens) ein weiterer Kurs stattfinden. „Der Kurs ist für jeden Hundebesitzer ein Muss“, sagte Sigrid Zeyher, „und ich bin froh, dass Hellen und Georg das trotz Corona noch vor der Drückjagdsaison so gut organisiert bekommen haben!“ Der Kurs fand kurzerhand im Freien, im eigenen Revier von Frau Dr. Bammel, an der Saatschule in Calw-Wimberg statt.

 

ROSAROT, FEUCHT, GLATT, GLÄNZEND …

…so sollten die Schleimhäute unserer Hunde bevorzugt sein. Sind sie es nicht, ist Gefahr im Verzug. „Gerade unsere Jagdhunde sind da nochmal härter als andere Hunde,“ stellt Hellen selbst immer wieder in der Praxis fest „auch, wenn sie beim Tierarzt manchmal die größten Mimosen sind, zeigen sie uns meist nicht, wenn sie wirklich Schmerzen haben. Die Symptome trotzdem zu erkennen und richtig zu handeln bzw. behandeln zu lassen, dafür möchte ich Sie heute sensibilisieren.“

 

WARUM CELLOPHANFOLIE IN KEINEM ERSTE-HILFE-SET FEHLEN SOLLTE

Und das tat sie auch. Hellen gab im Verlauf des Kurses Antworten auf Fragen wie: Was tun bei starken Blutungen, bei Knochenbrüchen, Schock, Hitzekollaps, Verletzungen mit Fremdkörpern oder Herzstillstand? Woran erkenne ich einen Schock? Wie bringe ich meinen Hund in die stabile Seitenlage? Wann muss eine Tierklinik aufgesucht werden? Was sollte ich immer dabeihaben? Und wie kann ich improvisieren, wenn ich mal was nicht dabeihabe?

 

RICHTIG HANDELN IN STRESSSITUATIONEN

Wichtig im Notfall: Ruhe bewahren und sich selbst schützen! Einige der Erste-Hilfe-Maßnahmen, wie Verbände anlegen oder die stabile Seitenlage, können gut am eigenen Hund geübt werden, damit er das auch mal so ruhig über sich ergehen lassen wird, wie Horix, Otto und Georg im Erste-Hilfe-Kurs : )

 

KONTAKT

Tierarztpraxis Dr. med. vet. Hellen Bammel
Im Vogelsang 2/1, D-75365 Calw
Tel. 07051 - 95 45 45

 

(Cassandra Müller)

Erstellt am 07.08.2020
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