Erleichterung bei der Schwarzwildbejagung

Laut der Juni-Ausgabe des „Jäger in Baden-Württemberg“ (S. 2 ff), ist die Verwaltungsvorschrift „InfraWild“, mit der die Schwarzwildbejagung in den Revieren gefördert werden soll, inzwischen in Kraft.

Erstellt am 05.07.2019

Noch nicht umgesetzt ist, ist die Online-Anmeldung zur Förderung für das Jagdjahr 2019/2020 und die Möglichkeit der Abrechnung von Anträgen (Hilfspersonal Drückjagden und Hundewesen) aus dem Jagdjahr 2018/2019.

Im Zusammenhang mit der InfraWild-Förderung kommt es häufiger zu Anfragen an den LJV, die oft nur unzureichend beantwortet werden können. Zuständig sind das Ministerium Ländlicher Raum und das Regierungspräsidium Stuttgart. Im RP wurde eigens eine Stelle zur zukünftigen Bearbeitung der Förderanträge geschaffen.

Inzwischen gibt es aus dem MLR aktuelle Informationen:

Abrechnung der Förderanträge aus dem Jagdjahr 2019/2020 für Hilfspersonal Drückjagden und Hundewesen:

Die Antragsteller werden vom MLR per Mail informiert, wenn die Abrechnung möglich ist und wie diese erfolgen soll. Das Ganze wird ausschließlich online abgewickelt. Es ist vorgesehen (ohne Gewähr) dass das Abrechnungsverfahren im Lauf des Monats online ist.

Förderung Revierausstattung, Wildbretvermarkung u.a.

Die Antragstellung soll rechtzeitig vor Beginn der Drückjagdsaison möglich sein, d.h. die dafür notwendigen Formulare werden auf der Homepage des MLR verfügbar sein.

Die mit der Förderung betrauten Stellen (MLR, RP Stuttgart, WFS) feilen derzeit noch an den Details für eine möglichst praxisgerechte und unbürokratische Abwicklung der Förderung, die ja grundsätzlich in der Verwaltungsvorschrift geregelt ist.

Besonders zu beachten gilt folgendes:

1. Auch im Jagdjahr 2019/2020 sind Anträge zur Förderung von Hilfspersonal bei Drückjagden und Hundeeinsatz möglich. Aber: Antragsteller müssen sich jedes Jahr neu registrieren! Das heißt: wenn Sie sich 2018 für die Förderung von Helfern bei Drückjagden registriert haben, müssen Sie sich 2019 neu registrieren lassen, wenn Sie Fördermittel beantragen wollen!

Ansonsten läuft das Verfahren wie im letzten Jahr.

Informationen dafür finden Sie auf der Homepage des MLR unter:

https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/wald-und-naturerlebnis/gesunder-wildbestand/foerderung-schwarzwildbejagung/

2. Bitte keine Anträge an den Landesjagdverband schicken. Die Abwicklung erfolgt ausschließlich über das Land und dort eingerichtete Portale im Internet.

3. Eine nachträgliche Förderung von „Altanlagen“ ist nicht möglich. Wer also vor 5 Jahren eine Wildkammer eingerichtet hat, kann dafür leider keinen Zuschuss aus dem InfraWild-Topf beantragen.

4. Wer etwas neu beschaffen möchte, muss folgendes beachten:

Erst Maßnahme beantragen und auf Bestätigung warten, dann erst beschaffen. Wer z.B. eine Wildkammer einrichten möchte, kann nicht einfach eine Anlage bestellen, einbauen und dann die Rechnung einreichen. Er muss den vorgesehen „Verwaltungspfad“ (Registrierung, Bestätigung, Beschaffung, Abrechnung) einhalten.

5. Bitte beachten: Falsche oder bewusst fehlerhafte Angaben erfüllen den Tatbestand des Subventionsbetrugs erfüllen (Straftat, kann zur Unzuverlässigkeit und dem Verlust des Jagdscheines führen!).

Wer eine größere Investition, z.B. im Bereich Wildbretvermarktung, tätigen möchte dem wird empfohlen wir, beim MLR (Herrn Riedinger Tel. 0711-126-2920, karl.riedinger@mlr.bwl.de) anzufragen. Ggf. kann Herr Riedinger den vorzeitigen Beginn der beabsichtigten Maßnahme genehmigen. Das bedeutet, dass der genehmigte Baubeginn förderunschädlich ist.

Wenn es um Fördermaßnahmen im Bereich Wildbretvermarktung geht, kann Ihnen auch LJV-Mitarbeiter Samuel Golter gerne weiterhelfen – Telefon 0711-26 84 36 22 oder Mail: sg@landesjagdverband.de.

Sobald weitere Details über die Förderung bekannt sind, werden diese bekannt gegeben.

 

Erstellt am 05.07.2019
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