Aktive Kitzrettung in 8 Fällen

Viele Jäger sind derzeit in ihren Revieren unterwegs, um vor dem Mähen die hohen Wiesen nach Jungtieren abzusuchen. Das Mähwerk der Landmaschinen birgt für die kleinen Geschöpfe große Gefahr. 

Erstellt am 01.06.2020

Die Kitze werden gerne in einer hohen Wiese abgelegt, und warten dort, bis ihre Mutter von der Nahrungsaufnahme zurückkommt und sie säugt oder woanders hin mitnimmt. Kitze haben in den ersten ein bis zwei Wochen einen Duckreflex; sie ducken sich bei Gefahr tief an den Boden und kauern sich ganz eng zusammen. Solange dieser Reflex anhält und der Fluchtreflex noch nicht ausgeprägt ist, würden sie dem Mähwerk zum Opfer fallen. 

So steht auch für die Jägerfamilien Jürgen Gärtner und Maik Bernhardt, beides Jagdpächter in Wildberg-Gültlingen, jedes Frühjahr das Absuchen der Wiesen fest, sobald die Wiesen hoch genug sind für die Mahd. Die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten, welche das Mähen rechtzeitig ankündigen, erleichert und fördert das ganze sehr. Immer dabei haben die Jäger ihre Vorstehhunde der Rasse Kleine Münsterländer. Die gesamte Wiese wird zusammen mit dem Hund durchlaufen. Auch wenn die Kitze so gut wie keinen Eigengeruch haben, zeigen die Hunde sofort an, wenn sie etwas gewittert haben. Auf diese Weise konnten in den letzten Tagen insgesamt 8 Rehkitze gefunden und vor dem nahenden Mähwerk gerettet werden.  

Die Kreisjägervereinigung Calw bittet zudem darum, beim Auffinden von Kitzen oin der Wiese, diese nicht zu berühren oder mitzunehmen. Bitte informieren Sie die ansässigen Jäger. Diese helfen Ihnen mit weitergehenden Informationen gerne weiter. 

 

Erstellt am 01.06.2020
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