

KJV CALW
Gegründet wurde die KJV am 8. Oktober 1949.
Heute besteht die KJV aus 9 Hegeringen, einem Auerwild Hegering und der Rotwild-Hegegemeinschaft Murg/Enz. Die KJV hat seit Jahren etwa 580 Mitglieder – Zugänge kommen hauptsächlich aus den Jungjägerlehrgängen. Kreisjägermeister ist seit 1994 Michael Lindner aus Calw-Altburg. Neben den Hegeringleitern gehören 7 Obmänner der Ressorts Biotope, Schießen, Jagdhornblasen, Jugend, Hundeführung, Öffentlichkeitsarbeit/Naturschutz und Jungjägerlehrgang zum Verwaltungsausschuß. Es gibt 4 offizielle Jagdhornbläsergruppen, Mittlerer Wald, Nagoldtal, Simmersfeld und Frauenwald.
In Calw befindet sich die Dr.-Kurt-Alber-Schießanlage, benannt nach dem damaligen Kreisjägermeister, in dessen Amtszeit der Bau fiel. Mit hohem aber noch erträglichen Aufwand ist es gelungen, diese für die Jägerschaft zu erhalten. Lediglich zum Tontaubenschießen müssen die Jäger aus dem Kreisgebiet nach Freudenstadt fahren.
Die KJV verfügt über 4 Nachsuchengespanne der verschiedensten Hunderassen über das gesamte Kreisgebiet verteilt. Es kommen neben Bayerischen Schweißhunden auch eine Brandlbracke, ein Hannoverscher Schweißhund und ein Deutscher Wachtel zum Einsatz. Durchschnittlich haben die Hunde etwa 30 Nachsuchen pro Jahr und konnten schon einige hundert Kilo Wildbret dem menschlichen Verzehr zuführen.
Im Kreis Calw werden 75 941 ha Fläche bejagt, von denen etwa 53 000 ha von den Kommunen an private Jäger verpachtet sind, das sind etwa 130 Reviere. 22 764 ha stehen unter Verwaltung des Forstes – jetzt Landratsamt. Diese Fläche wird von den etwa 70 Forstleuten nicht alleine bejagt – teilweise werden kleinere Reviere an Privatjäger verpachtet und teilweise kommen revierlose Jäger mittels Begehungsschein in den Genuß des Jagens. Durch die Verwaltungsreform wurden die Forstämter aufgelöst – es gibt jetzt 4 sogenannte Außenstellen, die von Forstdirektoren geleitet werden. Chef über alles ist der Landrat, Forstdirektor Reinhold Rau ist für Wald und Wild zuständig. Für die Jägerschaft ist eigens eine Stelle eingerichtet worden um den verschiedensten Belangen und Wünschen der Jäger entgegenzukommen.
Eine Statistik über jagdliche Strecken liegt seit 1972 vor. Auerwild wurde nicht mehr bejagt. Vom Rotwild wurden damals 39 Stück erlegt. Die Schwarzwildstrecke war 1972 fünf (!) Stück - zwischenzeitlich sind es bis zu 900! Ab und zu wird eine Gams erlegt, 1978 ein Muffelwidder. Rehwild ist die häufigste Wildart mit den größten Abschußzahlen. So wurden 1972 knapp über 2000 Rehe erlegt - im vergangenen Jahr 3800. Feldhasen 1972 etwa 530, heute sind es nur noch etwa 150. Kaninchen kommen nur selten vor, der Abschuß schwankt zwischen null und etwa 10 Stück, 2003 waren es aber immerhin 17 Stück. Seither aber Fehlanzeige. Die Abschußzahlen beim Fuchs sind in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen: 1972 waren es 680 Stück und 2008 wurden über 1 400 erlegt.
Fasanen gibt es so gut wie keine mehr, war doch die Strecke um 1975 fast 100 Stück. Wildtauben wurden 600 erlegt, heute noch etwa 30. Der Abschuß bei Wildenten war 1972 bei knapp unter hundert, 2008 sind es über 200 gewesen. Das Rebhuhn scheint ausgestorben zu sein. 1974 wurden immerhin noch über 200 erlegt, in den letzten Jahren sank der Abschuß auf eins bis zwei Stück. Waldschnepfen werden kaum geschossen, ab und zu eine, aber nicht in jedem Jahr. Waschbären sind in den vergangenen 10 Jahren insgesamt 4 erlegt worden.
Vom Auerwild zählt man konstant etwa 10 Hahnen, Haselwild wird selten bestätigt.
Das Schwarzwildproblem ist auch im Kreis Calw anzutreffen. So haben die Jäger 2005 runde 140 000,- Euro an Schadensausgleich an die Landwirtschaft geleistet.
Statistik 2005:
Rotwild 33, Rehwild 2300, Schwarzwild 575, Feldhase 150, Fuchs 1350, Dachs 101, Steinmarder 47, Baummarder 2, Iltis 2, Rebhuhn 1, Schnepfe 1, Wildtauben 73, Enten 200, Krähen 200, Elstern 75.
Statistik 2006:
Rotwild 137, Rehwild 3239, Schwarzwild 300, Feldhase 152, Fuchs 1091, Dachs 54, Steinmarder 37, Baummarder 6, Iltis 1, Hermelin 13, Ringeltaube 34, Türkentaube 4, Stockente 248, Elster 55, Rabenkrähe 156.